Remote Vision - die attraktive Perspektive

weitere REMOTE-VISION-Anwendungen/Lösungen

im Bereich Foto- und Videoaufnahmen aus der Luft in niedriger Höhe:
- Sport-Events und -Anlagen --> Golfplatz-Visualiserungen
- Immobilien-Objekte / Architektur & Bau
- Standortförderung und Präsentation von Ortschaften
- Tourismus-Marketing (Hotels / Ausflugsziele / usw.)

==> Anwendungen und Kontakt hier



«Noch nie vom Himmel gefallen»

Pressebericht - 1. September 07 - Appenzeller Tagblatt - WIRTSCHAFT (von Patrik Kobler)

Bühler. Mit ihrer Firma Remote Vision zählen Paul Spengler und Ueli Sager zu den Pionieren: Sie erfassen mit Hilfe modernster Modell-Helikopter-Technologie digitale Fotos und Videos.

Was einst als Hobby begann, hat sich für Paul Spengler und Ueli Sager aus Bühler längst zu einer Berufung entwickelt. Seit zwei Jahren erstellen die beiden Modell-Helikopter-Piloten Fotos und Videos aus der Luft. In dieser Zeit haben sie die Technologie unentwegt weiterentwickelt und gehören damit zu den Pionieren auf diesem Gebiet. Zum Einsatz kommen Elektro-Helis, mit denen das Manövrieren zwischen Häusern und festen Objekten möglich ist. Die Lärmemissionen sind gering. Das System von Remote Vision ist einfach und doch komplex: Es kommen zahlreiche Eigenentwicklungen und Komponenten aus verschiedenen Kontinenten zum Einsatz.

Für Swiss View tätig
Die beiden Mittelländer sind ständig auf der Suche nach Verbesserungen. «Für uns ist das Weiterentwickeln der grosse Reiz», erklärt Spengler. Seit 1994 erstellt er professionelle Luftaufnahmen für Masten- und Bauwerkkontrollen mit bemannten Helikoptern. Er ist auch für Swiss View tätig. In dieser beliebten Sendung des Schweizer Fernsehens werden Bilder gezeigt, die ein Helikopter im Tiefflug über der Schweiz aufgezeichnet hat. Spengler ist aufgefallen, dass die Einsatzmöglichkeiten des grossen Helikopters beschränkt sind. «Er ist lärmig und man kann nicht so nahe an die Objekte heranfliegen.» Zusammen mit Sager hat er die Idee entwickelt, eine Kamera an einen Modell-Helikopter zu hängen. «Wir haben zirka ein Jahr gebraucht, um das System zu entwickeln. Das heisst: Fliegen, anpassen, fliegen, anpassen . . . Erstaunlicherweise haben wir immer Fortschritte erzielt; der Helikopter ist uns nie vom Himmel gefallen», erklärt Ueli Sager, der Elektro-Ingenieur ist. Viel an Erfahrung dazu gewonnen haben die beiden mit dem Auftrag, den Golfplatz Gonten aufzunehmen, damit dieser im Internet dargestellt werden kann. Die Idee dazu hatte der Herisauer Matthias Naef. Er ist passionierter Golfer und hat seine Erfahrungen bei der Realisation eingebracht. Spielerinnen und Spieler haben nun die Möglichkeit, den Platz virtuell kennenzulernen. Die Besonderheit daran ist, dass der Platz aus der Perspektive der Golfer gezeigt wird. Drei Tage haben die Dreharbeiten gedauert. Sager: «Wir waren pausenlos am Fliegen und rechneten mit verschiedenen Problemen. Doch die Aufnahmetechnik blieb stabil und das qualitative Ergebnis der Bilder war sehr gut.» Anschliessend wurde das Material am Computer nachbearbeitet. «Auf einen Drehtag folgten drei Tage im Büro», erklärt Spengler den Umfang der Arbeiten. Das Ergebnis findet in der Golfszene grossen Anklang. Sager und Spengler erhoffen sich nun Folgeaufträge. Erste Anfragen sind bereits eingetroffen. Deshalb haben sie den Golfspezialisten Matthias Naef «mit ins Boot» genommen. Er erstellt fortan die Konzepte und hat dazu die Firma eBirdieView gegründet. Die Aufnahmen führen die beiden Mittelländer durch: Sager lenkt den Helikopter und Spengler die voll bewegliche Kamera. Das erfasste Bild kontrolliert er auf einem Monitor. Der Kunde kann schon während des Fluges das Bild betrachten und seine Wünsche miteinfliessen lassen.
Potenzial vorhanden
Die Golfplatz-Aufnahmen haben der jungen Remote Vision grossen Auftrieb gegeben. Naef glaubt, dass das Potenzial in der Golfbranche gross ist. «Die Konkurrenz in der Branche ist gross. Im Länderdreieck Schweiz, Österreich und Deutschland gibt es zahlreiche Plätze, die um Kunden buhlen. Dabei kann die virtuelle Begehung des Platzes ein entscheidender Vorteil bei der Gewinnung von Neumitgliedern sein. Bisher gibt es keine Firma, die ähnlich gute Aufnahmen liefert wie die Remote Vision», sagt Naef.

Leben können die beiden Bühlerer nicht von ihrer Firma. Deshalb arbeiten sie nach wie vor in anderen Jobs. Der zunehmende Erfolg ermöglicht es ihnen aber, sich intensiver um ihre Berufung zu kümmern und mehr Geld zu investieren. Ob sie einmal vollumfänglich ihr Brot mit der Remote Vision verdienen können, daran zweifeln die beiden. Aber es ist für sie auch nicht das Entscheidende. Sie freuen sich, wenn sie die Technologie weiter verbessern können. Und Spengler sagt: «Wir freuen uns immer über neue Herausforderungen.»


Remote Vision-Team

(C) 2008 - Alle Rechte vorbehalten

Diese Seite drucken